Kann Bilingualität die Alzheimer-Krankheit verhindern?

Gastbeitrag von Janine Wittenberg:

Foto: © contrastwerkstatt-Fotolia.com

Kann Bilingualität im Kampf gegen Alzheimer helfen?

 

Ein Britischer Forscher sorgt bundesweit für Aufsehen mit seiner Studie zu den Auswirkungen von lebenslanger Bilingualität auf das Alzheimer Risiko.

Brian Gold, Wissenschafter für geistige Fähigkeiten und das Gehirn im Sanders-Brown-Center of Aging in Kentucky (USA), und sein Forscherteam haben herausgefunden, das Bilingualität das Risiko einer Alzheimer Erkrankung im späteren Leben verringern kann.

"Es gibt Hinweise darauf, dass Kinder, die bereits in frühen Jahren mit zwei, beziehungsweise mehreren Sprachen aufwachsen, auch im späteren Leben eine bessere Kontrolle über Ihre kognitiven Fähigkeiten haben", sagt Gold.

"Im Alter fällt es Menschen zunehmend schwerer, schnell zwischen unterschiedlichen Aufgaben umherzuspringen. Aber es gibt Hinweise darauf,

dass es bei bilingual lebenden Menschen länger dauert, bis dieses Umstellen und Umherspringen beschwerlich wird."

Bis jetzt ergebe die Studie lediglich, dass Menschen die in jungen Jahren bilingual gelebt haben und bereits in der Kindheit alltäglichen Gebrauch von zwei Sprachen machten, einen langfristigen Vorteil im Umgang und Erhalt ihrer kognitiven Fähigkeiten haben, sagt Gold. Zu diesen gehören im Übrigen Attribute wie:

  • die Orientierung,
  • die Kreativität,
  • das Lernen sowie
  • das Erinnerungs- und Aufmerksamkeits-Vermögen eines Menschen.

Auf die Frage, ob auch Leute die im Erwachsenen Alter noch eine zweite Sprache erlernen, das Risiko einer Alzheimer Erkrankung verringern könnten, antwortet Gold das dieses bis zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr unklar sei.

"Wenn Leute am Ball bleiben, vielleicht. Genaueres aber ist nicht bekannt", sagt Gold. "Schaden könne es jedenfalls nie."

Er bestätigt, das weitere Untersuchungen darüber, ob es auch im Erwachsenen Alter noch von Vorteil ist, Zweitsprachen zu erlernen durchaus interessant wären. Außerdem müssten genauere Forschungen folgen, die sich speziell damit befassen, welche Auswirkungen es habe, wenn eine der beiden Sprachen weniger regelmäßig benutzt würde, als die andere.

Das besondere bei dieser Studie ist, dass die Forscher rund um Brian Gold Gebrauch von MRT (Abbildungen durch Kernspinresonanz) Technologien machten, während die Testpersonen zwischen unterschiedlichen Aufgaben hin-und hersprangen.

Die Wissenschaftler untersuchten dann, wie bilingual lebende Menschen, sowohl jung als auch alt, im Vergleich zu einsprachig lebenden Menschen beider Altersgruppen in den Aktivitäten abschnitten.

Die Aufgaben beinhalteten ein Wechselspiel zwischen dem Erkennen von Farben und dem Erkennen von Formen. 

Die bilingualen Teilnehmer beider Altersgruppen schnitten besser ab, als die einsprachig lebenden Teilnehmer.

"Wie diese Vorgänge sich im Gehirn widerspiegeln, ist sehr wichtig", sagt Gold. "Was passiert währenddessen im Kopf und wo liegt der Ursprung?"

Die MRT Bilder sollen helfen, genau zu identifizieren, welchen Effekt Bilingualität tatsächlich haben kann und was genau die Ergebnisse zur Verhinderung von Alzheimer beitragen können, sagt Gold. Er fügt hinzu: "Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Untersuchungen Senioren helfen können, würdevoller zu altern."

Mehr Informationen zum Thema Sprachen lernen finden Sie hier: http://www.linguista.ch

 

 

 

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